(Cyber-) Mobbing

Ein wachsendes Problem

Herabsetzende Kommentare auf Facebook, entwürdigende Videos auf YouTube oder Terror über Smartphones. Cybermobbing kennt keine Grenzen. Was viele nicht bedenken: Cybermobbing ist kriminelles Handeln. Es handelt sich um sogenannte Ehrschutzdelikte (üble Nachrede, Gerüchte, Verleumdung, und Beleidigungen, die im Netz verbreitet werden).

Immer mehr Jugendliche verbringen ihre Freizeit im Internet und knüpfen dort neue Bekanntschaften über Communities, Instant Messenger oder soziale Netzwerke. Die Jugendlichen lernen nicht nur neue Freunde kennen, sie pflegen ihre Freundschaften via Internet. Dies hat zur Folge, dass sich Mobbing in den Cyberspace verlagert. Cybermobbing bietet dem Täter Anonymität und verschafft ihm Sicherheit sein Opfer unerkannt zu terrorisieren. Cybermobbing kennt keine Pause, die Täter können ihre Opfer 24 Stunden am Tag demütigen.

Verstehen, was Cybermobbing ist – und wie soziale Medien sinnvoll genutzt werden

Dennoch bieten neue Medien nicht nur negative Seiten, sondern bringen auch Vorteile und Nutzen mit sich. Daher ist es wichtig, den Kindern und Jugendlichen beide Seiten aufzuzeigen und sich mit dem Nutzen der neuen Technologien auseinanderzusetzen und sich zu informieren. Außerdem sollen sie dafür sensibilisiert werden, welche Daten sie gefahrenlos ins Netz laden können und an welchen Stellen diese Daten missbraucht werden können. Wenn die neuen Kommunikationsmöglichkeiten von allen Seiten betrachtet werden, können Kinder und Jugendliche die Gefahren besser abschätzen.

Auch das Projekt Cybermobbing wird bei GhJ von ehemaligen Häftlingen durchgeführt. Die Referenten haben eine berufsbegleitende Zusatzqualifikation im Bereich „Mobbing“ und „Cybermobbing“ absolviert.


Zielgruppe

Schulklassen und Jugendhilfeeinrichtungen

Alter: 10-21 Jahre


Ablauf

Flexibler und bedürfnisorientiert

Der Ablauf des Projekts orientiert sich an den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen und kann individuell gestaltet werden. Die Kinder und Jugendlichen sollen unbefangen von ihren Erfahrungen mit dem Internet erzählen können. Es werden gemeinsam Regeln erarbeitet, die für den Verlauf des Unterrichts für alle Beteiligten bindend sind.Es wird mit allen Teilnehmern ein Stuhlkreis gebildet und es gibt ein kurzes Blitzlicht zum Thema (Cyber-)Mobbing. Im Anschluss daran wird Filmmaterial rund um das Thema (Cyber-)Mobbing gezeigt. Nach dem Film soll die Gruppe dazu angeregt werden über das Thema Mobbing nachzudenken. Als Impulse dienen beispielsweise Fragen wie:

  • Was passiert mit Opfern und Tätern?
  • Welche Gefühle zu den Parteien habt ihr?
  • Was kann man tun, damit so etwas nicht passiert?

Im Verlaufe des Unterrichts werden außerdem verschiedene Rollenspiele durchgeführt, um sich sowohl in die Rolle der Täter als auch der Opfer hineinzuversetzen. Am Ende sollen die Jugendlichen in einer gemeinsamen Abschlussrunde das Erlebte und die neu gewonnen Eindrücke reflektieren.

Besondere Hinweise:

Wir empfehlen die Teilnehmerzahl von 25 Schülern nicht zu überschreiten.

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