PreCon: Internationale Einblicke in den Strafvollzug

Im Rahmen des EU-kofinanzierten Projekts PreCon war GHJ in Granada zu Gast, um sich mit internationalen Perspektiven und Ansätzen im Strafvollzug auseinanderzusetzen.

Während des Besuchs besichtigten wir das geschlossene Gefängnis in Granada, nahmen an verschiedenen Meetings teil und tauschten uns mit den Projektpartner*innen darüber aus, wie die jeweiligen Strafvollzugssysteme in anderen europäischen Ländern funktionieren. Dabei standen unterschiedliche Erfahrungen, Herausforderungen und Ansätze im Umgang mit Inhaftierten im Mittelpunkt.

Ein besonderes Detail unseres Besuchs war der Pool auf dem Gelände des Gefängnisses. Hierbei handelt es sich um eine Einrichtung, die uns zunächst überraschte. Bei näherer Betrachtung wurde jedoch deutlich, dass dahinter ein sinnvoller Ansatz stehen kann. Die Inhaftierten erhalten die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, praktische Fähigkeiten zu entwickeln und berufliche Qualifikationen zu erwerben. So können Inhaftierte beispielsweise Zertifikate im Bereich der Wasseraufsicht oder vergleichbare Qualifikationen erwerben, sofern entsprechende Ausbildungsangebote bestehen.

Ein zentrales Ziel von PreCon ist unter anderem die Entwicklung einer Toolbox mit praktischen Ansätzen und hilfreichen Ressourcen, die den Wissenstransfer und die Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg unterstützen soll. Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass diese Toolbox inzwischen fertiggestellt ist. Sie wird in Kürze auch allen interessierten Personen und Organisationen zur Verfügung stehen.

Der Besuch in Granada hat uns wertvolle Einblicke in die Praxis des Strafvollzugs ermöglicht und gezeigt, wie wichtig der internationale Austausch ist. Der Vergleich unterschiedlicher Systeme eröffnet neue Perspektiven, fördert das gegenseitige Verständnis und bietet Impulse für die gemeinsame Arbeit im Rahmen von PreCon.

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